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Champagne

Historische Region in Frankreich und berühmtes Anbaugebiet der Trauben für die Champagnerherstellung. Die Champagne liegt im Nordosten Frankreichs und erstreckt sich über ca. 200km, von Reims im Norden bis ca. 50km südlich von Troyes im Süden. Auch wenn Champagner das bekannteste Erzeugnis der Region ist und zu Weltruhm fand, so nehmen die Weinanbaugebiete nur einen kleinen Teil der Nutzfläche ein. Der weitaus größte landschaftliche Teil ist Ackerland, das auch Namensgebend war.

Die Weinanbaugebiete der Champagne werden in 4 Regionen unterteilt, La Montage de Reims, La Vallée de la Marne, La Côte des Blancs, La Côte des Bar. Sie umfassen 280.000 Parzellen, auf ca. 35.000 Hektar.

 

Champagner (Begriff)

 

Champagnerwinzer (RM Récoltant Manipulant)

Ein Champagnerwinzer stellt Champagner unter eigenem Label her und ist an dem Kürzel RM zu erkennen, dass im Französischen für Récoltant Manipulant steht. Ein Champagnerwinzer ist gesetzlich definiert. Zur Herstellung von Champagner muss ein Champagnerwinzer Eigentümer von Weinbergen sein. Die Weinberge müssen selbst bewirtschaftet werden. Es dürfen ausschließlich die eigens angebauten Trauben verwendet werden. Die Trauben müssen selbst gepresst und zu Weinen, letztlich zu Champagner weiterverarbeitet werden. Ein Champagnerwinzer ist immer auch Unternehmer, denn er hat seine Champagner selbst zu vermarkten.

Für die Herstellung von Champagner dürfen Champagnerwinzer maximal 5% der Trauben hinzukaufen. Die Quantitäten sind auf eine Jahresproduktion von 300.000 Flaschen limitiert. Damit können Champagnerwinzer produktionstechnisch größer sein als manch kleines Champagnerhaus.

Aktuell (Stand 2016) gibt es in der Champagne ungefähr 15.800 Winzer. Davon stellt ca. ein Drittel Champagner unter eigenem Label her.

RM stellt kein Qualitätsmerkmal dar. Auch kleine Champagnerhäuser werden oft von den Winzerfamilien selbst geführt. Kleine Champagnerhäuser, wie z.B. Champagne Fleury oder Guy Charbaut verwenden auch ausschließlich oder fast ausschließlich ihre eigenen Trauben, zur Herstellung.

 

Champagnerhaus (NM Négociant Manipulant)

Ein Champagnerhaus stellt Champagner unter eigenem Label her. Die korrekte französische Bezeichnung für Champagnerhaus lautet (NM) Négociant Manipulant. Champagnerhäusern ist es gesetzlich erlaubt Trauben für ihre Produktion hinzuzukaufen. Dies geschieht in erheblichem Umfang. Während ca. 2/3 des Gesamtumsatzes von Champagner, von den Champagnerhäusern stammt, besitzen diese lediglich ca. 10% der Weinberge. Champagnerhäuser müssen entsprechend jedes Jahr den größten Teil der Trauben für ihre Champagnerherstellung aufkaufen.

Da Champagnerhäuser für ihre Produktion durchschnittlich 90% der Trauben jedes Jahr einkaufen müssen, gibt es seit Jahren zunehmend ein qualitatives Problem. Während immer mehr Champagnerwinzer ihre Trauben selbst zur Champagnerherstellung nutzen und sie unter einem eigenen Label herausbringen, schwindet das Volumen der aufkaufbaren Trauben. Entgegen dem Trend der Champagnerwinzer, mit einer immer kleineren Dosage zu arbeiten, müssen Champagnerhäuser ihre Champagner immer stärker aufzuckern, um das Geschmacksbild zu erhalten. Zucker ist ein starker Geschmacksträger, vergleichbar mit Fett, hinter der sich eine nur noch durchschnittliche Qualität verstecken lässt.

Der Eigentümer eines der großen, international agierenden Champagnerhauses ist in der Regel kein Unternehmer, sondern es ist ein Großkonzern, zu dessen Produktpalette beispielsweise auch die Herstellung von Champagner gehört.

Ausnahmen stellen manche kleinen Champagnerhäuser dar, die lediglich ihren rechtlichen Status geändert haben, aber trotzdem weiterhin traditionell von Winzerfamilien geführt werden und ausschließlich ihre eigenen Trauben verwenden.

 

Champagne Doyard

Champagne Fleury

Champagne Guy Charbaut

Champagne Jean Jacques Lamoureux

 

Champagne Klassifizierung

Die Klassifizierung der Champagne, Grand Cru & Premier Cru Champagner, siehe Champagne Klassifizierung.

 

Champagne Noel Leblond-Lenoir

Champagne Pertois Moriset

Champagne Francois Vallois

 

Chaptalisierung

Zuckeranreicherung des Mostes, um das Alkoholpotential des Weines zu erhöhen.

 

Chardonnay

Weiße Traubensorte (Rebsorte); es ist eine der großen Sorten der Champagne. Die mit Chardonnay bepflanzten Flächen erstrecken sich auf 30% der Anbaufläche, in der Champagne. Die bevorzugte Region für Chardonnay ist die Côte des Blancs.

Auch wenn Champagner aus der Rebsorte Chardonnay hergestellt, überwiegend mineralische Aromen hervorbringen, lassen sich jedoch durchaus auch Noten von Zitrusfrüchten, Äpfel, Birnen, Ananas, Grapefruit, exotische Früchte, Minze, Anis, Ginger, verschiedene Blumen, Weißdorn, als auch Toast, Weißbrot und Brioche, wie auch Vanille finden.

Chardonnay Champagner (BdB) sind sehr elegante Champagner, mit einem vergleichsweise kleinen Körper, dafür aber oft mit großer Komplexität und Finesse.

 

Chaufferettes (französisch)

In den Weinbergen eingesetzte kleine Ölöfen. Sie sollen die Weinberge vor zu großen Frostschäden schützen.

 

Chlorose

Krankheitserscheinung bei Weinreben. Lässt sich auf einen unausgeglichenen Mineralgehalt zurückführen, unter Anderem Eisen und Magnesium Mangel. Ein charakteristisches Erscheinungsbild ist die Gelbfärbung der Blätter.

 

Co-Operative Manipulant (CM)

Genossenschaft, stellt eigenen Champagner her, unter eigenem Etikett und eigener Marke.

 

Coteaux Champenoise

In der Champagne hergestellter Rotwein (Stillwein, ohne Kohlensäure), seltener auch Rose- und Weißwein.

 

Côte des Bar

Region und Anbaugebiet der Champagne. Die Côte des Bar erstreckt sich im südöstlichen Teil der Champagne, im Department Aube. Die Region wird durch diverse Flüsse durchzogen. Dadurch haben sich viele Täler gebildet. Hier findet sich eine sehr abwechslungsreiche Hügellandschaft. Geologisch unterscheidet sich die Côte des Bar durch ihre abwechslungsreichen Kalk- und Lehmschichten.

Die Côte des Bar ist ein wichtiges Anbaugebiet der Champagne. Es stehen ca. 8.000 Hektar Rebfläche unter Ertrag. Die Region ist aufgeteilt in 63 Gemeinden. Die vorherrschende Traube ist Pinot-Noir. Auch wenn die Côte des Bar über keine klassifizierten Gemeinden verfügt, weder Premier Cru, noch Grand Cru Orte, so ist die Qualität der Trauben zumindest teilweise außerordentlich gut. In den letzten 20, 30 Jahren vollzog sich eine Entwicklung in der Region, hin zu mehr Qualität. Es wurde sehr viel in moderne Technik investiert. Herstellungsverfahren wurden optimiert. Eine neue Einstufung der Klassifikation in der Champagne ist überfällig.

 

Côte des Blancs

Region und Anbaugebiet der Champagne. Die Côte des Blancs erstreckt sich in Nord/Süd Ausrichtung, beginnend südlich von Épernay. Ca. 3.100 ha Weinberge sind bepflanzt. Die Weinberge sind fast ausschließlich mit Chardonnay bestockt. Die hohe Konzentration an Kalkgestein gab der Region ihren Namen und bildet zusammen mit dem Mikroklima die herausragende Grundlage für den bevorzugten Anbau von Chardonnay Reben.

Die Côte des Blancs führt 6 der 17 Grand Cru Orte der Champagne und mehrere herausragende Premier Cru Orte. Die Grand Cru Orte sind Chouilly (nur die weißen Trauben), Oiry, Cramant, Avize, Oger und le Mesnil-sur-Oger. Die Premier Cru Orte sind Cuis Grauves, Vertus und Bergères-les-Vertus. Jeder der Gemeinden bringt Weine mit eigener Charakteristik hervor. Die in der Côte des Blancs erzeugten Weine weisen sich durch feine Mineralität, Eleganz und Komplexität aus.

 

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