H

H

H

 

 

 

 

 

 


 

Champagner Wiki Menü

 

Haltbarkeit

Wie alle alkoholischen Getränke, verfügen auch Champagner über kein MHD (Mindesthaltbarkeitsdatum). Die Haltbarkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab. Champagner sind sehr empfindlich und reagieren relativ schnell auf die Umgebung, in der die Flaschen gelagert werden. Damit Champagner überhaupt über einen längeren Zeitraum seinen vollen Genuss behält, ist eine entsprechende Lagerung notwendig. Deswegen ist es immer kritisch zu betrachten Champagner im Einzelhandel zu kaufen, wo abzusehen ist, dass die Flaschen bereits über längere Zeit in den Regalen standen, in denen sie Licht und Wärme ausgesetzt gewesen sind.

Champagne, Kellergewölbe mit Rüttelpult | ChampagnerWorld

 

Die Mindesterfordernis um überhaupt über eine längere Haltbarkeit zu sprechen, ist deswegen eine korrekte Lagerung. Champagner sollte in absoluter Dunkelheit gelagert werden. Die Temperatur sollte möglichst gleichbleibend sein. Auf schwankende Temperaturen reagiert Champagner und auch Weißwein noch empfindlicher als auf zu warme Temperaturen. Eine gute Lagerungstemperatur ist 12°C. Je kühler Champagner gelagert wird, desto langsamer verläuft sein Reifeprozess. Zudem muss Champagner ruhen. Erschütterungen wirken sich negativ aus.

Die Temperatur sollte jedoch oberhalb von 4°C liegen. Jeder Saft, so auch Traubensaft, besteht primär aus Wasser. Wasser hat seine höchste Dichte bei 4°C. Fällt die Temperatur darunter, dehnt sich Wasser aus. Bei Temperaturen um und unter dem Gefrierpunkt passiert das drastisch. Auch wenn der Alkoholgehalt etwas dagegen wirkt, kann ein Korken die Kohlensäure nicht aufhalten. Im Extrem könnte der Korken herausgedrückt werden oder die Flasche platzen.

Als Faustregel gilt für die Haltbarkeit die Zeitspanne, die ein Champagner auf der Hefe reifte. Das bedeutet für Standard Cuvées ein Zeitraum von etwa 3 Jahren (Discounterchampagner eher nur 2 Jahre) und bei hochwertigem Champagner, wie den klassifizierten Grand Cru und Premier Cru Champagner, wie auch Prestige Cuvée und Jahrgangschampagner, ca. 5 bis 12 Jahre. Bei entsprechend vorhandenem Säuregehalt und auch sonst perfekten Umständen, können Champagner auch Jahrzehnte haltbar sein. Irgendwann lässt jedoch auch der beste Korken nach und da ein Gegendruck normalerweise fehlt, verliert Champagner seine Kohlensäure. Es entsteht ein Stillwein.

 

Hautvillers | 93%

Hautvillers (PLZ 51160) ist eine kleine Gemeinde, von 717 Einwohnern (Stand 2016), in Frankreich, im Weinbaugebiet der Champagne Region Montagne de Reims. Die Gemeinde ist bekannt durch ihre Benediktiner Abtei Saint Pierre d’Hautvillers. In dieser Abtei wirkte der Mönch Dom Pérignon (Pierre Pérignon, 1638 bis †14.09.1715) mehrere Jahrzehnte, von 1668 bis zu seinem Tod. Dom Pérignon gelangte durch die Entwicklung verschiedener Herstellungsschritte von Champagner zu weltweiter Bekanntheit. Seit 1794 sind die Abtei und die dazugehörigen Weinberge, im Besitz des Champagnerhauses Moët & Chandon.

Die Gemeinde Hautvillers liegt ca. 5 km nördlich von Épernay, im Département Marne. Hautvillers hält den Status der Champagne Klassifizierung eines Premier Cru, bewertet mit 93%. Die Weinberge umfassen Stand 2019 290,7 Hektar an bestockten Rebflächen, die sich mit 128,9 Hektar auf Pinot Noir, 85,7 Hektar Pinot Meunier und 76,1 Hektar Chardonnay Rebstöcke aufteilen. Die Weinberge von Hautvillers liegen weit verteilt, in sehr unterschiedlichen Höhen, viele unterhalb von 100 m, andere 140-180 m und manche bis auf 220 m. Die Ausrichtung der Weinberge reicht von Ost- bis Südhängen und Südost- bis Südwesthängen. Dadurch entstehen sehr unterschiedliche Weine, die sich keinem bestimmten Stil unterordnen lassen.

 

Hefeton

Bei den meisten Weinen ist ein Hefeton unerwünscht. Bei jungem Champagner zählt ein Hefeton zu einer erwünschten Duftnote (Aroma).

 

Historische Rebsorten

Die vergessenen Rebsorten der Champagne. Was in der Öffentlichkeit vielen nicht bekannt ist, in der Champagne und für die Herstellung von Champagner sind sieben Rebsorten zugelassen. Dabei handelt es sich um zwei schwarze Traubensorten und fünf weiße. Seit mittlerweile Jahrzehnten werden in der Champagne nur noch fast ausschließlich die drei Rebsorten Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier kultiviert und für die Herstellung von Champagner genutzt. Der Hintergrund liegt in der Optimierung der Erträge begründet. Aktuell sind 99,7% der Weinberge, in der Champagne, mit diesen drei Rebsorten bestockt.

Champagne, reifende Trauben | ChampagnerWorld

 

Einige wenige Winzer haben sich die Selbstverpflichtung auferlegt auch weiterhin historische Champagne Rebsorten zu kultivieren und der Nachwelt zu erhalten. Die vier fast nur noch historischen Rebsorten sind allesamt Weißwein Rebsorten. Es handelt sich um Arbane, Petit Meslier, Pinot Blanc (Weißburgunder) und Pinot Gris. Die bestockte Rebfläche für die vier Rebsorten liegt bei weniger als 0,3% der gesamten Anbaufläche, der Champagne.

Nichtsdestotrotz haben die vier Weißwein Rebsorten durchaus ihre Daseinsberechtigung. Welch wunderbare Champagner aus diesen fast vergessenen Rebsorten entstehen können zeigt sich an dem Beispiel der sortenreinen Pinot Blanc Champagner der Winzerfamilie Fleury, mit dem Fleury Notes Blanches Brut Nature und vom Winzer Noel Leblond-Lenoir, mit dem Cuvée Perle de Dizet. Die Champagne Noel Leblond-Lenoir stellt zudem mit dem Cuvée Arbane einen sortenreinen Arbane Champagner her. Da es sich bei diesen Varianten um sortenreine und in der Regel Einzellagen Champagner handelt, werden diese Champagner selbstredend ausschließlich in sehr guten Jahren hergestellt.

Da die Rebsorte lediglich auf einem kleinen Weinberg angebaut wird, beschränkt sich die Produktion auf jährlich maximal 600 Flaschen.

 

Die Rebsorte Arbane ist eine autochthone Rebsorte, die ausschließlich in der Champagne und hier lediglich in der Côte des Bar wächst. Lediglich drei Winzer (Stand 2019) stellen sortenreine Arbane Champagner her. Aber Vorsicht, wer einmal das Vergnügen hatte einen solchen Champagner verkosten zu dürfen, könnte ihm verfallen.

 

Höhepunkt

Mit dem Höhepunkt ist der Zeitpunkt gemeint, an dem der Champagner den Zenit seiner Genussreife erreicht hat. Das kann auch subjektiv betrachtet werden. Liebhaber junger Weine oder Champagner empfinden diesen Höhepunkt als früher erreicht, als Liebhaber reifer Weine oder Champagner. Jung getrunken schmeckt Champagner frischer, fruchtiger und spritziger. Mit zunehmender Reife wird er geschmacklich voller, weicher und runder. Dabei verliert er etwas an seiner Fruchtigkeit und Frische. Als Faustregel gilt für die Genussreife der Zeitraum seiner Entwicklung. Es ist der Zeitraum, die der Champagner auf seiner Hefe reifte.

 

 

nach oben

 

Copyright © ChampagnerWorld

www.champagner.world