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Rebsorten (Champagne)

Für die Champagnerherstellung sind offiziell 7 Rebsorten zugelassen. Während allgemein nur 3 Rebsorten bekannt sind, gibt es einige Champagnerwinzer, die nach wie vor historisch, klassische Rebsorten kultivieren.

Den mit Abstand größten Anteil nehmen die Rebsorten Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay ein. Die mit Weinreben bepflockte Fläche teilt sich etwa zu je einem Drittel auf die 3 großen Rebsorten auf. Dabei liegt Pinot Noir mit ca. 38% etwas über dem Drittel und Chardonnay mit ca. 28% unterhalb. Die 4 weiteren, zugelassenen Rebsorten sind Pinot Blanc (Weißburgunder), Pinot Gris (Grauburgunder), Arbane und Petit Meslier. Es handelt sich um 4 Weißwein Sorten. Obwohl die Beerenhaut des Pinot Gris rot ist, wird sie zu den Weißwein Sorten gezählt.

Zu den Champagnerwinzern die sich zu dem Erhalt der historischen Rebsorten, wie Pinot Blanc und Pinot Gris verpflichtet haben, gehört beispielsweise Champagne Fleury. Champagne Fleury ist ein Familienunternehmen, das 1989 als Pionier in der ökologischen Landwirtschaft, die Champagne in ein neues Zeitalter geführt hat. Champagne Fleury stellt ausschließlich Biochampagner her. Dabei werden auch die historischen Rebsorten Pinot Blanc und Pinot Gris genutzt. Es wird sogar ein sortenreiner Pinot Blanc Champagner hergestellt.

Die Umorientierung auf lediglich 3 Rebsorten hatte ihren Ursprung am Ende der Reblausplage (1865 bis 1885), die große Teile der Weinberge vernichtet hatte.

 

Récoltant Manipulant RM (Champagnerwinzer)

Récoltant Manipulant ist der französische Begriff für Champagnerwinzer, abgekürzt RM, siehe Champagnerwinzer.

 

Remuage (frz.)

Remuage ist der französische Begriff für das Rütteln der Champagnerflaschen. Nach der 2. Gärung werden Champagnerflaschen täglich gedreht und dabei immer steiler mit dem Flaschenhals nach unten platziert. Dieser Vorgang wird als "Rütteln", bzw. in französisch als Remuage bezeichnet. Durch das Rütteln wird die Hefe in den Flaschenhals befördert. Bei vielen kleinen und mittleren Winzer Betrieben geschieht dies noch von Hand. Es werden während des Prozesses täglich problemlos durchaus 100.000 Flaschen gedreht.

 

Rosechampagner

Rosechampagner, der Champagner mit vielen Gesichtern. Nach dem Rosechampagner seit den 1990er Jahren in Mode gekommen ist, erhöhte sich relativ schnell das Angebot. Während in der Anfangszeit Qualität und Geschmack eher belächelt wurde, hat Rosechampagner mittlerweile seinen festen Platz in dem variantenreichen Angebot gefunden. Es gibt kaum größere Unterschiede unter Gleichen, als bei Rosechampagner. Rosechampagner wird gern als fruchtige Variante ausgewählt. Dabei sollten einige, grundlegende Kenntnisse berücksichtigt werden. Nicht jeder Rosechampagner ist ausgesprochen fruchtig.

Es gibt 3 verschiedene Herstellungsverfahren für Rosechampagner, durch Beigabe von Rotwein, das Mazerationsverfahren und Rosé de Pressée.

  • Die einfachste und oft genutzte Variante Rosechampagner herzustellen ist die Beigabe von Rotwein. Selbstverständlich wird der Rotwein aus in der Champagne geernteten Trauben erzeugt, nach den strengen Regeln der Champagnerherstellung. Diese Rotweine werden nur in sehr guten Jahrgängen hergestellt und werden in geringen Mengen auch als solcher angeboten.
  • Ein weitaus aufwendigeres und teureres Verfahren ist die Mazeration. Derart hergestellte Champagner werden auch als Rosé de Saignée bezeichnet. Nach dem Pressvorgang wird der Most nicht sofort von den Schalen getrennt, sondern verbleibt für einige Stunden. Dieser Vorgang muss sehr genau überwacht werden. Je länger der Most mit den Schalen in Kontakt steht, je intensiver die Färbung. Während des Prozesses lösen sich weitere Bestandteile aus den Beerenschalen und den Traubenkernen, Phenole und Tannine, die die Sensorik der späteren Grundweine entscheidend beeinflussen.
  • Ein drittes Herstellungsverfahren erzeugt den Rosé de Pressée Das Verfahren wird nur sehr selten angewendet und führt zurück auf die Champagnerherstellung im 18. Jahrhundert, bis Anfang des 19. Jahrhunderts. Beim Rosé de Pressée werden die Trauben nur angepresst, dann aber angegoren, bevor der Most getrennt wird. Es entsteht eine zarte Rosa Farbe.

Abgesehen vom Herstellungsverfahren ist die Wahl der Traubensorte, bzw. die Assemblage der Cuvée für die Fruchtigkeit verantwortlich. Die vornehmlich als fruchtig empfundenen Aromen liefert Pinot Noir. Es sind die kräftigen Aromen nach schwarzen und roten Beeren, die Champagner den typischen fruchtigen Charakter verleihen. Besonders fruchtige Champagner sind die Rosé de Saignée, im Mazerationsverfahren hergestellt, mit einem hohen Pinot Noir Anteil, bzw. aus reinem Pinot Noir.

 

Rosé de Noirs (RdN)

Rosechampagner, hergestellt ausschließlich aus schwarzen (roten) Trauben. Dabei kann es sich um einen Champagner aus reinen Pinot Noir Trauben handeln, seltener aus Pinot Meunier Trauben oder einer Cuvée aus beiden.

 

Rose de Saignee

Rosé de Saignée Champagner, siehe Rosechampagner.

 

Rütteln

Rütteln, siehe Remuage.

 

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